Finalement: Es hat sich ausgemalt

Die letzte Präsentation von Margit Preis kann als Höhepunkt und Abschluss der bildlichen Darstellung des Versteckten Realismus bezeichnet werden. Selten zuvor hat Margit Preis in einer Exposition derart überzeugend ihre Stilvielfalt unter Beweis gestellt. Viele Schaffensstränge kommen hier zu einem Ende. Es gibt nichts mehr zu ergänzen. Es hat sich fertig gemalt.

Das letzte Österreich-Bild trifft mit dem lautmalerischen Titel "schnöke" und der imaginierten Schleimspur des Weichtiers punktgenau die Realverfassung unserer Res publica. Die "Lungenflügel" beenden den Organzyklus, der "Lichtpalast" ist ein Mandala von großer Zartheit, die Naturbilder werden mit "monkey of thoughts" und "viele Gänseblümchen machen eine Wiese" beschlossen. Die Collage "Hoher Markt, 1010 Wien" rundet die politischen Statements ab, "die drei Neffen" und "Nichte & Tante" erweisen wie gewohnt der Familie die Ehre und "zwischenwelten" verschränkt abstrakt den Schatten der Sonne und den Schatten des Mondes.

Drei Bilder im Speziellen zeigen aber, dass uns die Reise mit und von Margit Preis auch weiterhin an unbekannte und unerwartete Gestade führen wird: [weiter]

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